Unsere Praxis

 

Wie läuft eine Kognitive Verhaltenstherapie ab?

Im Rahmen des Erstkontaktes bzw. der psychotherapeutischen Sprechstunde haben Sie die Möglichkeit ihr Anliegen bzw. ihre Beschweren zu schildern und sich gemeinsam mit uns über geeignete Unterstützungsmöglichkeiten zu beraten. 

Zu Beginn einer jeden Psychotherapie erfolgt zunächst eine ausführliche Diagnostik. Dabei wird erfasst, welche Probleme überhaupt vorliegen, wie diese miteinander zusammenhängen, welche Personen am Problem beteiligt sind (Partner, Eltern, Großeltern oder Personen außerhalb der Familie) und ob sie psychotherapeutisch bzw. verhaltenstherapeutisch behandelbar sind. Hierzu werden häufig psychologische Testverfahren und Fragebögen benutzt und alle Beteiligten befragt. Dies dient dazu, dass der Therapeut in dieser Phase verstehen kann, wie genau die Probleme entstanden sind und welche Faktoren aktuell dazu beitragen, dass diese nicht von allein wieder verschwinden. In dieser Diagnostikphase ist auch eine körperliche Untersuchung durch einen Arzt Ihres Vertrauens vorgeschrieben, um mögliche körperliche Ausschlussgründe zu prüfen.

 

In einem zweiten Schritt erarbeitet der Therapeut gemeinsam mit dem Patienten den genauen problematischen Ausgangszustand, ebenso wird der erwünschte Soll-Zustand (Ziele der Therapie) beschrieben. Der Therapeut macht dabei Vorschläge, wie diese Ziele erreicht werden könnten. Diese Vorschläge berücksichtigen zum einen die Art des vorliegenden Problems; zum anderen aber auch Ihre individuellen und familiären Möglichkeiten und Fähigkeiten.

Im dritten Schritt wird ein Modell zur Veränderung des Problems erarbeitet. Zentral ist die Frage: was kann ich beitragen, etwas zu verändern? 

In der Behandlungsphase stellt der Therapeut zur Problembearbeitung eine Reihe von Strategien für Sie zur Verfügung, die an problematischen Gedanken, Verhaltensweisen oder auch an körperlichen Reaktionen ansetzen können.

Bei Kindern und Jugendlichen werden zudem in regelmäßigen ElterngesprächenUnterstützungsmöglichkeiten der Familie besprochen und wie diese umgesetzt werden können. 

Zeitweise kann ein Einbezug des Partners/ der Partnerin in die Therapie hilfreich sein. 

Wichtig ist dabei, dass nur Strategien zum Einsatz kommen sollten, die alle Beteiligten auch nachvollziehen können und für sich akzeptabel finden. Jede der eingesetzten Strategien wird hinsichtlich ihres Erfolgs überprüft, um Schritt für Schritt das gewünschte Ziel zu erreichen.

In der Regel finden unsere Therapiesitzungen ca. einmal pro Woche statt und dauern 50 Minuten.

 

Was ist wichtig für den Erfolg der Therapie? Ihre Mitarbeit!

In den Sitzungen werden Strategien erarbeitet und geübt, die bei einem Problem hilfreich sein können. Zentral für den Erfolg der Therapie ist jedoch, dass diese Strategien auch in den Alltag übertragen und in verschiedenen Situationen angewendet werden. Um dies zu erreichen, werden in der Kognitiven Verhaltenstherapie therapeutische Hausaufgaben eingesetzt. Dies sind Vereinbarungen, die der Therapeut gemeinsam mit Ihnen trifft; das bedeutet, Ihr Therapeut überlegt mit Ihnen gemeinsam, welche Aufgaben Ihnen helfen könnten, auch im Alltag problematische Situationen besser einschätzen, verstehen und bewältigen zu können. Solche Aufgaben werden kontinuierlich im Therapieverlauf eingesetzt. Sie können in Art und Umfang variieren, sind jedoch immer ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Für den Therapieerfolg ist es daher nicht nur wichtig, dass Sie regelmäßig zu den therapeutischen Sitzungen kommen und dort mitarbeiten, es ist auch entscheidend, dass Sie die Zeit zwischen den Sitzungen nutzen, um das Besprochene in Ihren Alltag zu integrieren. Das heißt auch, dass Sie neben den eigentlichen Therapiezeiten weitere Zeiten für solche Übungen einplanen müssen. Auch hier gilt: Ziel der Therapie ist es, Sie zum Experten Ihres Problems zumachen. Das setzt voraus, dass auch Hausaufgabenvereinbarungen hinsichtlich ihrer Ziele und Wirkweisen klar und verständlich formuliert werden. Sollten Sie daher Fragen zum Vorgehen in der Therapie haben, zögern Sie nicht, diese jederzeit zu stellen. Nur so ist sichergestellt, dass Sie den maximalen Nutzen aus der Behandlung ziehen können.

 

 

 

* Die Ausführungen beziehen sich auf Inhalte bzw. sind Zitate der aufgeführten Literaturhinweise.